Aufruf der Midwives for Future

Ökologische Krisen wie der Biodiversitätsverlust, die Erderhitzung und Luftverschmutzung mit zunehmenden Hitzeperioden, Dürren und andere Extremwetterereignisse führen zu einem Anstieg von Frühgeburten, Infektionskrankheiten, psychischen Belastungen und chronischen Erkrankungen bei Kindern. Die gesundheitlichen Folgen sind tiefgreifend: So gefährden etwa höhere Temperaturen die Versorgung der Plazenta, was das Risiko für eine Unterversorgung des Kindes, niedriges Geburtsgewicht, Herzfehlbildungen und Totgeburten erhöht. Auch soziale Ungleichheiten verschärfen sich – Frauen und arme Familien sind stärker betroffen und verfügen über weniger Ressourcen zur Anpassung.

Die Forderungen der Hebammen umfassen:

  • Entwicklung und Umsetzung von Notfallplänen zum Hitzeschutz für Schwangere und Familien
  • Ausbau der kommunalen Gesundheitsversorgung durch geschultes Fachpersonal
  • Mehr Aufklärung und Förderung von Familien beim Thema Stillen und ein gesicherter Zugang zu gesunder Ernährung
  • Bildungskampagnen sowohl für Fachpersonal als auch die breite Bevölkerung über Anpassungsstrategien und Infektionsschutz
  • Kostenloser Zugang zu sauberem Trinkwasser
  • Förderung von Forschung und Monitoring zum Einfluss der Klimakrise auf Mutter und Kind

Die Stellungnahme wird samt Unterschriftenliste bei der Gesundheitsministerkonferenz der Länder am 11./12. Juni 2025 in Weimar eingereicht und bei weiteren geeigneten Gelegenheiten zum Beispiel auch regional verwendet werden.

Aufruf der Midwives for Future

Liste der Unterzeichnenden

Interessiert dich, was die Midwives for Future machen?

Super! Schreib der Gruppe:  midwives@healthforfuture.de