:: StoryTitle Umzug in die Stadt :: StoryData { "ifid": "492C618D-9956-4254-91FD-7C1BC6EE5EF8", "format": "Harlowe", "format-version": "3.3.8", "start": "Kapitel 1: Das grüne Viertel", "zoom": 1 } :: 2.1 Emma macht ihren Eltern wütend Vorwürfe {"position":"700,300","size":"100,100"} Emma konnte ihre Wut nicht länger unterdrücken und es platzte aus ihr heraus: “Ihr müsst etwas tun, ich kann nicht wegziehen von meinen geliebten Freund:innen und ich will nicht in die dreckige Stadt!” Anja sah ihre Tochter mit Tränen in den Augen an. “Emma, wir versuchen, was wir können. Die Klimakrise hat uns überrollt, und wir müssen handeln. Es tut mir leid, dass du leidest.” Ralf schwieg und ballte die Fäuste. Er fühlte sich von Emmas Worten getroffen. “Wir tun unser Bestes, Emma. Wir müssen jetzt zusammenhalten.” Die Worte hingen schwer in der Luft. Die Familie war gespalten, und der Umzug schien unaufhaltsam. [[Kapitel 3: Der Umzug]] :: 2.2 Emma sieht die Schwierigkeiten der Eltern und versucht sie zu trösten {"position":"825,300","size":"100,100"} Emma beobachtete ihre Eltern. Ihre Mutter wirkte müde, und ihr Vater hatte Schweißperlen auf der Stirn. Sie wusste, wie sehr auch sie beide unter dem Umzug leiden würden. “Es wird alles gut, Mama”, flüsterte Emma und legte einen Arm um ihre Mutter. “Wir sind zusammen, und das ist das Wichtigste.” Anja lächelte traurig. “Du bist so stark, Emma. Ich bin stolz auf dich.” Ralf kam dazu und legte seine Hand auf Emmas Schulter. “Wir schaffen das, Kleine. Auch wenn es schwer ist.” Emma nickte. Sie spürte den Zusammenhalt ihrer Familie. Gemeinsam würden sie die Herausforderungen meistern und vielleicht sogar einen Weg finden, die Klimakrise zu bekämpfen. [[Kapitel 3: Der Umzug]] :: 4.1 Emma hält es nicht länger drinnen aus und geht raus. {"position":"525,900","size":"100,100"} Emma stand am Fenster und blickte auf den Spielplatz gegenüber. Die Nachbarskinder lachten und tollten im Sonnenschein. Sie sehnte sich nach Gesellschaft, nach einem Hauch von Normalität. Trotz ihrer Atemprobleme wagte sie einen Schritt nach draußen. Die frische Luft fühlte sich befreiend an, und für einen Moment vergaß sie die stickige Wohnung. Die Nachbarskinder luden sie ein, mitzuspielen. Emma zögerte, aber ihre Sehnsucht nach Freundschaft war stärker. Sie rannte über den Rasen, lachte und vergaß die Zeit. Doch dann traf sie der Asthmaanfall wie ein Blitz. Ihre Lungen krampften, und sie keuchte nach Luft. Die Kinder riefen nach Hilfe, und Emma wurde ins Krankenhaus gebracht. Sie musste mehrere Tage Medikamente über die Vene bekommen, bevor sie wieder nach Hause durfte, alle machten sich große Sorgen. [[Asthma bronchiale]] :: 4.2 Emma bleibt drinnen, schottet sich immer weiter ab und wird traurig und einsam. {"position":"675,900","size":"100,100"} Emma entschied sich, drinnen zu bleiben. Die Fenster waren stets geschlossen, und der Lärm der Straße drang kaum durch. Sie las Bücher, zeichnete und hörte Musik. Doch die Einsamkeit nagte an ihr. Die Freunde aus dem alten Viertel waren weit weg, und die Nachbarn kannte sie kaum. Emma vermisste das Lachen der Kinder, das Rascheln der Blätter und die Wärme der Sonne auf ihrer Haut. Ihre Eltern versuchten, sie aufzumuntern, aber Emma fühlte sich wie in einem Käfig. Die Wohnung wurde enger, die Tage grauer. Sie sehnte sich nach Veränderung, nach Hoffnung. Aber sie wusste, dass ihr Asthma wirklich gefährlich werden würde, wenn sie raus ginge. [[Asthma bronchiale]] :: Asthma bronchiale {"position":"575,1025","size":"100,100"} Asthma bronchiale ist eine chronische entzündliche Erkrankung der Atemwege, vor allem der Bronchien (große Abzweigungen der Atemwege). Die Schleimhaut der Atemwege zeigt dabei Überreaktionen, so dass sie sich verengen. Typische Asthma-Symptome sind chronischer Husten und Luftnot. Ein Großteil der Asthma-Erkrankungen ist allergiebedingt: Betroffene reagieren auf Allergene wie Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben etc. mit Asthma-Anfällen Ein Anfall kann sich äußern durch schwere, keuchende Atmung, schnellen Herzschlag, bläuliche Verfärbung der Haut, Angst und Verwirrtheit. [[Auswirkungen der Klimakrise auf Allergien]] :: Auswirkungen der Klimakrise auf Allergien {"position":"575,1150","size":"100,100"} Durch den Klimawandel und die damit verbundenen Veränderungen der Durchschnittstemperaturen, verändern sich auch die Blütezeiten vieler Pflanzen. Von 1961-2017 hat sich die Blütezeit von Hasel und Erle beispielsweise schon um ca. 26 Tage verlängert. Das heißt, dass auch die Menschen den Allergenen fast einen Monat länger ausgesetzt sind. Neuere Forschung zeigt zudem, dass Feinstaub, insbesondere in städtischen Bereichen, die Allergenität (Fähigkeit eine Reaktion beim Menschen hervorzurufen) von Pollen beeinflusst. Insgesamt wurden vier Effekte auf Pollen in den letzten Jahrzehnten beobachtet: 1. Verlängerte Blühzeiten 2. Es gibt mehr Pollen, da Schadstoffe zu einer Steigerung der Produktion führen. 3. Erhöhte Allergenität der vorhandenen Pollen. Stoffe wie NO (Stickstoffdioxid), O3 (Ozon) und auch CO2 (Kohlenstoffdioxid) führen zu einer verstärkten Allergenität der Pollen. Als Mechanismus wird vermutet, dass die Pflanzen ein bestimmtes Abwehrprotein vermehrt produzieren, da es durch den Feinstaub zu einer Stressreaktion kommt. 4. Durch das veränderte Klima und daraus resultierende Anpassung von Ökosystemen, kommt es dazu, dass sich neue Pflanzen in Deutschland und Europa ausbreiten, die neue Allergene mit sich bringen (Traidl-Hoffman, 2021). [[Kapitel 5: Ralfs Kampf]] :: Gesundheitliche Folgen der Feinstaubbelastung {"position":"575,650","size":"100,100"} Feinstaub besteht aus einer Mischung von festen und flüssigen Bestandteilen, die je nach Größe in verschiedene Fraktionen eingeteilt werden. Feinstaub hat sehr verschiedene Auswirkungen auf den Körper und die menschliche Gesundheit. Diese sind abhängig von der Größe und Eindringtiefe der Teilchen, da sie dementsprechend in unterschiedliche Bereiche des Körpers vordringen können. Gelangen Partikel über die Luftröhre in die Lunge, so kommt es zu Reizungen der Schleimhaut und Entzündungen in den Bronchien und Alveolen (Ort des Gasaustausches in der Lunge) [[Kapitel 4: Emmas Leiden]] :: Kapitel 1: Das grüne Viertel {"position":"575,175","size":"100,100"} In einem malerischen, grünen Viertel einer Stadt lebte die vierzehnjährige Emma mit ihren Eltern. Ihr Haus, umgeben von hohen Bäumen und blühenden Gärten, war ein Ort der Geborgenheit. Emma liebte es, durch die schattigen Alleen zu spazieren und den Duft von frisch gemähtem Gras einzuatmen. Ihre Mutter, Anja, arbeitete bei einem landwirtschaftlichen Betrieb und setzte sich als Umweltaktivistin leidenschaftlich für den Klimaschutz ein. Ihr Vater, Ralf, war Ingenieur und bastelte gerne an alten Fahrrädern herum. [[Kapitel 2: Der Verlust]] :: Kapitel 2: Der Verlust {"position":"700,175","size":"100,100"} Doch dann traf die Klimakrise auch ihre Familie. Emmas Mutter verlor ihren Job, als das Unternehmen, für das sie arbeitete, aufgrund zunehmender Ernteausfälle durch Dürren und Starkregen schließen musste. Die Familie konnte sich das Haus nicht mehr leisten. Emma sah, wie ihre Eltern nachts heimlich über den Rechnungen brüteten und sich Sorgen machten. Sie spürte die Veränderung in der Luft, die Unsicherheit, die sich wie ein Schatten über ihr Zuhause legte. Emma bekommt große Angst, ihr Zuhause verlassen zu müssen. [[2.1 Emma macht ihren Eltern wütend Vorwürfe]] [[2.2 Emma sieht die Schwierigkeiten der Eltern und versucht sie zu trösten]] :: Kapitel 3: Der Umzug {"position":"575,400","size":"100,100"} Schließlich mussten sie das geliebte Haus verlassen. Die Müllers zogen in eine kleine Wohnung an einer viel befahrenen Straße. Der Lärm der vorbeirauschenden Autos drang durch die Fenster, und der Gestank von Abgasen hing in der Luft. Emma vermisste die grünen Bäume und die Stille der Alleen. Doch sie versuchte, sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen. [[Luftverschmutzung]] :: Kapitel 4: Emmas Leiden {"position":"575,775","size":"100,100"} Die Luftverschmutzung machte Emma zu schaffen. Ihr Asthma bronchiale verschlimmerte sich, und sie musste öfter den Notfallinhalator benutzen. Die Ärzte rieten ihr, drinnen zu bleiben und die Fenster geschlossen zu halten. Aber Emma sehnte sich nach dem Wind in den Bäumen und dem Duft von frischem Gras. Sie fand Trost in ihren Büchern und träumte von einer Welt, in der die Luft wieder rein war. [[4.1 Emma hält es nicht länger drinnen aus und geht raus.]] [[4.2 Emma bleibt drinnen, schottet sich immer weiter ab und wird traurig und einsam.]] :: Kapitel 5: Ralfs Kampf {"position":"575,1275","size":"100,100"} Ralf, Emmas Vater, litt ebenfalls. Der Lärm der Straße raubte ihm den Schlaf, und seine koronare Herzkrankheit (verstopfte Arterien am Herzen) verschlimmerte sich. Bis er schließlich auch in die Klinik eingewiesen wurde und er Stents (Röhrchen, um die Arterien offenzuhalten) bekommen musste, um seine verengten Herzkranzgefäße offen zu halten. Emma sah, wie ihr Vater mit schmerzverzerrtem Gesicht die Treppe hinaufstieg. Sie wünschte sich, sie könnten zurückkehren in das grüne Viertel, wo die Luft rein war und die Vögel fröhlich sangen. [[Weitere Folgen der Feinstaubbelastung]] :: Kapitel 6: Gegen die Ohnmacht {"position":"575,1525","size":"100,100"} Beim Surfen im Internet stieß Emma auf einen Bericht über die letzte Klimademo in der Stadt, die von der örtlichen Klimagruppe organisiert wurde. Sie entschloss sich beim nächsten Treffen der Gruppe teilzunehmen. Sie konnte entweder mit der Bahn dorthin fahren oder sie nahm online an den Treffen teil. Mit der Gruppe organisierte sie weitere Demos und Infoveranstaltungen zu den Folgen der Klimakrise, sie fand tolle neue Freund:innen, die sie auch gern besuchen kamen. Endlich hatte sie wieder das Gefühl etwas bewegen zu können in der Welt und das Gefühl der Ohnmacht nahm ab. In der Gruppe begeisterter, tatkräftiger Menschen fühlte sie sich weniger allein mit ihren Sorgen gegenüber der Klimakrise. :: Luftverschmutzung {"position":"575,525","size":"100,100"} Obwohl sich die Luftqualität in Europa stark gebessert hat in den letzten Jahrzehnten, werden die Grenzwerte vieler Luftschadstoffe nicht eingehalten. Dabei sind die geltenden Vorschriften nicht mal so streng, wie sie sein müssten, um keine gesundheitlichen Schäden hervorzurufen. Insbesondere die Konzentrationen von Stickstoffdioxid, Feinstaub und Ozon sind in Deutschland immer noch zu hoch. Kohlenstoffdioxid wird hauptsächlich durch Verbrennungsprozesse erzeugt, so dass die Konzentrationen besonders in Städten mit viel Verkehr sehr hoch sind. [[Gesundheitliche Folgen der Feinstaubbelastung]] :: Weitere Folgen der Feinstaubbelastung {"position":"575,1400","size":"100,100"} Feinstaub kann auch zu vermehrter Plaquebildung (entzündliche, verdickte Stelle in der Gefäßinnenwand; Engstelle) in den Blutgefäßen führen. Die Folgen davon sind: Eine erhöhte Thromboseneigung (Blutklümpchen, die Gefäße verstopfen) Herzinfarkte: Verstopftes Blutgefäß, das das Herz mit Blut versorgt Beeinflussung des vegetativen Nervensystems: Unter anderem zuständig für die Regulation der Herzfrequenz, die als Folge der Feinstaubbelastung verändert werden kann [[Kapitel 6: Gegen die Ohnmacht]]