Alle Beiträge von Maria Leidinger

Health for Future beim globalen Klimastreik: Die Erde ist ein medizinischer Notfall – doch die Behandlung lässt auf sich warten

Am 23.09. beteiligt sich Health for Future am globalen Klimastreik. Deutschlandweit
gehen Menschen aus Gesundheitsberufen für Klima- und Gesundheitsschutz auf die
Straße.

Gerade haben wir in Europa den heißesten jemals gemessenen Sommer erlebt, ein
Sommer voller intensiver Hitzewellen, Trockenheit, Dürren und Waldbrände. Hitze führt
jedes Jahr zu tausenden Todesfällen, in den Sommern von 2018 bis 2020 waren es allein
in Deutschland über 19.000.

„Die Klimakrise ist ein medizinischer Notfall und eine Gefahr für die Gesundheit von
Menschen auf der ganzen Welt. Mit ihr kommen tödliche Hitzewellen und
Extremwetterereignisse, Wasserknappheit, Ernteausfälle und auch ein erhöhtes
Pandemiepotential.“, so Sonja Schmalen von Health for Future Deutschland. „Wäre die
Erde eine Patientin, dann läge sie mit Multiorganversagen in der Notaufnahme –
doch eine angemessene Behandlung lässt auf sich warten.“

Das Bild lässt sich weiter zeichnen: Das wäre etwa so, als würde man eine:n
schwerkranke:n Patient:in lange Zeit nicht behandeln, obwohl man eigentlich weiß, wie.
Die erforderlichen Behandlungsmöglichkeiten, die Lösungen für echte
Krisenbewältigung sind da, nur fehlt aktuell der politische Wille, sie umzusetzen.

„Unabhängige und erneuerbare Energieversorgung, klimaneutrale Mobilität für alle,
gesunde und nachhaltige Ernährung: all das sind auch Fragen von Gesundheit. Die
Politik der kommenden Jahre muss die Klimakrise endlich als Notfall behandeln, das
Pariser Klimaabkommen einhalten und global und sozial gerechte Lösungen finden.“,
sagt Katharina Kewitz von Health for Future Deutschland. „Wir fordern die Regierung
auf, Verantwortung zu übernehmen, für eine gesunde und klimagerechte Zukunft

– und dafür gehen wir am 23.09. auf die Straße!“

Für Rückfragen und Interviews stehen wir gern zur Verfügung, melden Sie sich dafür bei:
Katharina Kewitz
presse@healthforfuture.de

Klimagesundes Essen für alle Menschen und die Erde – Gemeinsamer bundesweiter Aktionstag von Greenpeace und Health for Future

Hamburg / München – Pressemitteilung vom 09.09.2022

Für eine Wende hin zu einer für Menschen und Klima gesunden Ernährung demonstrieren am morgigen Samstag Aktive von Greenpeace und der Gesundheits- und Nachhaltigkeitsbewegung Health for Future in 20 Städten, darunter Köln, München und Dresden. Mithilfe von Schaubildern informieren sie über die Planetary Health Diet, eine von Wissenschaftler:innen entwickelte Ernährungsweise, die sowohl für die Menschen als auch für den Planeten und seine Ökosysteme gesund ist, und mit der die wachsende Weltbevölkerung auch bis 2050 nachhaltig und gesund ernährt werden kann. Im Vergleich zur durchschnittlichen Ernährung von heute bedeutet dies für Deutschland etwa den Verzehr von doppelt so viel Obst und Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten, während etwa 75 Prozent weniger Fleisch und Milchprodukte konsumiert würden. Auf diese Weise könnten wir laut einer Studie allein in Deutschland jährlich bis zu 177.000 vorzeitige Todesfälle durch ernährungsmitbedingte Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Darmkrebs verhindern. 

Weltweit verschärft sich durch die Erderhitzung, den Krieg in der Ukraine und die damit zusammenhängenden Lieferengpässe von Getreide die Ernährungskrise weiter. “Ernteausfälle aufgrund von Dürren und Überschwemmungen nehmen durch die menschengemachte Klimaerwärmung zu und gefährden die Gesundheit von Millionen Menschen”, so Jörg Schmid von Health for Future. “Klimaschutz ist Gesundheitsschutz.”

Eine Ernährungswende nach dem Konzept der Planetary Health Diet hätte durch die Reduktion der Tierzahlen auch positive Auswirkungen auf das Klima. Drei Viertel der Treibhausgase, die heute durch die Landwirtschaft in Deutschland entstehen, könnten insgesamt eingespart werden. Eine Studie des Ökoinstituts im Auftrag von Greenpeace zeigt zudem, dass durch den Ernährungswechsel weniger Fläche benötigt und deutlich mehr Menschen ernährt werden könnten als mit der heutigen Ernährungsweise. “Wir haben es selbst in der Hand, unsere Zukunft positiv zu gestalten. Mit einer Ernährungswende nach dem Vorbild der Planetary Health Diet können wir nicht nur das Klima schützen, sondern auch Flächen sparen und ökologischer wirtschaften“, sagt Martin Hofstetter, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace.

Erste Schritte einer Ernährungswende könnten beispielsweise eine Orientierung des Angebots öffentlicher Kantinen an der Planetary Health Diet oder der Wegfall der Mehrwertsteuer auf pflanzliche Produkte sein. 


Pressekontakt:

Health for Future
Jörg Schmid
joerg.schmid@klimawandel-gesundheit.de 

Greenpeace
Kristina Oberhäuser (Pressesprecherin)
kristina.oberhaeuser@greenpeace.de 

Gesundheit im Schwitzkasten – Hitzekampagne von Health for Future Deutschland

Pressemitteilung vom 08.07.2022

Health for Future ruft mit einer Kampagne die Politik zum Handeln auf: Die Beteiligten setzen sich für mehr Hitzeschutz in Krankenhäusern ein. Angesichts der Gesundheitsgefahr durch Hitze fordern Sie von Entscheidungsträger:innen die Umsetzung von effektiven Hitzeschutzmaßnahmen.  

Hitze ist eine tödliche Gefahr, die durch die eskalierende Klimakrise und die damit verbundene erhöhte Wahrscheinlichkeit extremer Hitzewellen immer weiter zunimmt. Allein in Deutschland gab es zwischen 2018 und 2020 mehr als 19.000 Hitzetote und in der EU werden Schätzungen zufolge bereits 2030 ca. 30.000 zusätzliche hitzebedingte Todesfälle erwartet. Besonders schwerwiegend sind die gesundheitlichen Folgen für Risikogruppen wie Kinder, Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen“, so Leonie Ostermann von Health for Future. „Unser Gesundheitssystem ist darauf nicht vorbereitet.“ 

Hitzewellen führen zu einem erhöhten Aufkommen von akut Erkrankten und Hilfesuchenden sowie zu einer reduzierten Leistungsfähigkeit des Personals. Gleichzeitig haben nur die wenigsten deutschen Krankenhäuser ein adäquates Hitzemonitoring oder einen Hitzeaktionsplan. Mit der Kampagne fordern die Beteiligten wissenschaftlich fundierte Hitzeaktionspläne sowie die Unterstützung der Kliniken bei Hitzeschutzmaßnahmen in der Gebäudetechnik und beim Arbeitsschutz. 

„Das Ausmaß der Bedrohung wird bisher von der Politik nur unzureichend ernst genommen und positive Beispiele wie das Berliner Hitzeschutzbündnis bleiben die Ausnahme. Der gesundheitsbezogene Hitzeschutz muss auch gesetzlich verankert werden, damit dieser auf der Prioritätenliste von Ländern und Kommunen vorgezogen wird. Auch der 125. Deutsche Ärztetag 2021 hat klargemacht: Klimaschutz ist Gesundheitsschutz. Die Begrenzung der Klimakrise ist unabdingbare Voraussetzung für eine gesunde Zukunft. Gleichzeitig müssen wir uns an die Klimafolgen, die wir bereits erleben, anpassen und dazu gehört, dass alle Einrichtungen des Gesundheitswesens und ihre Träger, die Kommunen und die Länder unverzüglich mit organisatorischen und strukturellen Maßnahmen zum Hitzeschutz beginnen“, so Robert Schulz von Health for Future.

Im Rahmen der Kampagne wurden in der Woche vom 04. bis 10.07.22 deutschlandweit Aktionen durchgeführt, unter anderem eine Mahnwache in München und ein Infostand in Münster. Daneben richtet Health for Future die Forderungen in einem offenen Brief, der auf der Website veröffentlicht wurde, an den Bundesgesundheitsminister sowie die Gesundheitsminister:innen der Länder.

Für Rückfragen und weitere Auskünfte stehen wir gerne zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Berichterstattung.


Pressekontakt:
Robert Schulz
presse@healthforfuture.de

Auf eine nachhaltige Gesundheit bauen

Aktiv für einen klimaschonenden Bau und Betrieb der neuen Universitätskliniken Göttingen und Hannover

Das Gesundheitssystem wird einerseits zunehmend die Folgen der Klimakrise spüren, trägt andererseits aber durch hohen Ressourcenbedarf zu 5% der Treibhausgasemission deutschlandweit als auch weltweit bei.

In Hannover und Göttingen werden Klinikneubauten geplant, welche dringend klimagerecht, enkel:innentauglich und personalfreundlich gebaut werden sollten. „Wir fordern, dass die anstehenden Neubauten die Klimakrise nicht noch mehr befeuern“, so Dr. Maren Schenke von Health for Future Hannover.

Beide Neubauten werden vom Land Niedersachsen finanziert. Bisher sind erste Planungen angestellt worden, bei welchen Energieeinsparung und Nachhaltigkeit nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die Veranstalter:innen fordern daher u.a., die Bauten vereinbar mit dem 1,5°C Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens, also in einem energieffizienten, klimagerechten Baustandard in Passivhausbauweise in Verbindung mit einem nachhaltigen Energiekonzept auszuführen. Nicht nur die Corona-Pandemie, sondern auch die Klimakrise fordert dem Gesundheitssytem viel ab. Darüber hinaus fehlt es an ausreichender Wertschätzung und langfristigen Perspektiven. „Wir wünschen uns eine Zukunfts-Klinik, in der wir mit gutem Gewissen lernen und arbeiten können“ sagt Hannah Bruex von Health for Future Göttingen.

Am 20.05.2022 organisierte ein Bündnis aus Health for Future Göttingen und Hannover zusammen mit Fridays for Future eine Klima-Gesundheits-Demo in Hannover mit dem Motto „Auf nachhaltige Gesundheit bauen“. Bei der Demo wurden die Forderungen des Bündnisses an das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur übergeben.

Werden Sie selbst aktiv und unterzeichnen Sie unsere Petition oder teilen Sie das Forderungspapier in Ihrem Netzwerk:

Hier klicken, um die Petition “Für einen klimaschonenden Bau und Betrieb der neuen Universitätskliniken in Göttingen und Hannover” unterzeichnen.

Hier lesen Sie das Forderungspapier der Ortsgruppen an das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Positionspapier zur NRW Landtagswahl am 15. Mai 2022

Die Klimakrise ist weltweit spürbar. Auch in Deutschland sind wir von Extremwetterereignissen und Umweltveränderungen betroffen, die sich auf unsere Gesundheit auswirken. Eines der dramatischsten Beispiele ist die Hochwasserkatastrophe in NRW im Juli 2021, die zahlreiche Menschenleben gekostet hat und mit all ihren Folgen eine fortwährende Belastung für die Betroffenen darstellt.
Seit der Jahrtausendwende nehmen weltweit hitzebedingte Erkrankungen und Todesfälle
kontinuierlich zu. Luftverschmutzung, die maßgeblich durch das Verbrennen fossiler Energieträger verursacht wird, erhöht das Risiko für Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen und ist mit einer eingeschränkten geistigen Leistungsfähigkeit assoziiert. Luftverschmutzung und Klimawandel bewirken darüber hinaus einen dramatischen Anstieg allergischer Erkrankungen. Besonders gefährdet sind Menschen in urbanen Regionen, wo sich insbesondere im Sommer die Hitze staut und Luftschadstoffe sowie Allergene akkumulieren. Die Veränderung der klimatischen Verhältnisse und die Zerstörung natürlicher Lebensräume führen zudem zur Ausbreitung von Infektionserregern und machen deren pandemische Ausbreitung wahrscheinlicher.

Als Ärzt:innen, Pflegefachpersonen, Therapeut:innen, Auszubildende, Studierende und Beschäftigte in Gesundheitsberufen tragen wir gemeinsam mit der Politik die Verantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung. Die Datenlage zu den negativen Auswirkungen eines ungebremsten Klimawandels und der weiteren Zerstörung natürlicher Systeme auf die Gesundheit unserer Patient:innen ist eindeutig. Gleichzeitig liegen die Lösungen für ein klimafreundliches und gesünderes Leben bereits vor.
Wir fordern daher die politischen Entscheidungsträger:innen in NRW dazu auf, diesen
gesundheitlichen Notfall klar zu benennen und ihn rasch und konsequent zu behandeln.

Allein in Deutschland könnten durch konsequente Klimapolitik 150.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr verhindert werden.

Viele Maßnahmen, die einen positiven Effekt auf Umwelt und Klima haben, wirken sich auch unmittelbar auf die Gesundheit aus und steigern die Lebensqualität. Durch eine verringerte Luftverschmutzung, mehr aktiver statt motorisierter Fortbewegung und eine ausgewogene, vorwiegend pflanzliche Ernährung können viele Zivilisationserkrankungen vermieden werden. Eine aktuelle Studie schätzt, dass die sofortige und konsequente Umsetzung des Pariser Klimaabkommens allein in Deutschland ab Mitte des Jahrhunderts 150.000 frühzeitige Todesfälle im Jahr verhindern könnte.

Die Landtagswahl 2022 in NRW, dem bevölkerungsreichsten Bundesland und wichtigen
Industriestandort Deutschlands, ist wegweisend dafür, ob Deutschland seinen Verpflichtungen im Rahmen des Pariser Klimaabkommens nachkommt und schnellstmöglich Klimaneutralität erreicht. Nur durch entschlossenes Handeln auf Länder-, Bundes- und internationaler Ebene kann das Ziel, die Erderhitzung auf maximal 1,5 °C zu begrenzen, noch erreicht und die Auswirkungen des Klimawandels auf die planetare und menschliche Gesundheit überhaupt noch beherrscht werden. Die politische Richtung und die Geschwindigkeit der Umsetzung, die durch die Landtagswahl bestimmt werden, ist somit entscheidend für den Erhalt einer lebenswerten Zukunft.

Unsere Forderungen für die Landtagswahl 2022:

1. Klimakrise als Notfall behandeln

Die Politik der kommenden Jahre muss die Klimakrise als Notfall behandeln. Die Belastungsgrenzen natürlicher Systeme, von denen die menschliche Gesundheit direkt abhängt, müssen in allen politischen Ressorts berücksichtigt werden. Dazu ist insbesondere die Transformation hin zu einer klimaneutralen und umweltverträglichen Wirtschaft notwendig.

2. Rahmenbedingungen für eine klimagerechte Gesellschaft schaffen

Klimafreundliches und gesundes Verhalten kann nicht alleine die Verantwortung einzelner Menschen sein – es braucht gesetzliche Rahmenbedingungen. Das Abwälzen der Kosten der Klimakrise auf benachteiligte Bevölkerungsgruppen, in andere Teile der Welt und auf zukünftige Generationen muss ein Ende haben.
Zukünftige Entscheidungsträger*innen müssen klimaschädliche Subventionen umgehend beenden und die dadurch verfügbaren Gelder sozial gerecht in den nachhaltigen Strukturwandel investieren. Dies ist umso wichtiger, da insbesondere sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen unter den negativen gesundheitlichen Folgen von Umweltbelastungen wie Luftverschmutzung und steigenden Temperaturen leiden. Neben Klimaschutz- müssen dringend auch Anpassungsmaßnahmen konsequenter umgesetzt werden, um die Vulnerabilität der Bevölkerung gegenüber Klimawandelfolgen zu senken und Ungleichheiten zu reduzieren. Hierzu gehören insbesondere Katastrophen-Frühwarnsysteme und Hitzeaktionspläne.

3. Gemeinsam Lösungen finden und kommunizieren

Um geeignete Klimaschutz- und Anpassungsstrategien zu entwickeln, sollten Bürger*innen am politischen Diskurs beteiligt werden. Ein passendes und bereits erprobtes Instrument können Bürger:innenräte sein. Beschlüsse zu notwendigen Maßnahmen müssen von der Politik transparent und niederschwellig an die breite Öffentlichkeit kommuniziert werden. Dazu gehören beispielsweise Kampagnen der Landesregierung, in denen die Folgen des Klimawandels für unsere Zukunft und unsere Gesundheit verständlich dargestellt werden. Dabei muss deutlich werden, dass Klimaschutz auch Gesundheitsschutz ist.

4. (Klima-)Gesunde Energieversorgung fördern

  • Krankheitslast durch fossile Energieträger und Luftverschmutzung senken
    Die Verbrennung von Kohle und anderen fossilen Energieträgern führt zu massiver Luftverschmutzung und Feinstaubbelastung. Dadurch kommt es vermehrt zu Erkrankungen der Atemwege, des Herz-Kreislaufsystems, Krebserkrankungen und Entwicklungsstörungen bei Kindern. Neben diesen unmittelbar schädlichen Gesundheitsauswirkungen ist die Energiewirtschaft zudem für knapp 40 % der deutschen Treibhausgasemissionen und damit maßgeblich für die Klimakrise verantwortlich.
    Das Land NRW produziert 31% der deutschen Emissionen und ist damit Deutschlands größter CO2-Emittent, woran insbesondere die in NRW betriebenen Kohlekraftwerke einen großen Anteil haben.
  • Durch Kohleausstieg Leben retten
    Durch einen deutschen Kohleausstieg ließen sich laut einer Studie jedes Jahr bis zu 4.000 frühzeitige Todesfälle in Europa verhindern. Global gesehen würde sich die Lebenserwartung durch das Beenden der Verbrennung fossiler Energieträger im Schnitt um ein Jahr erhöhen. Wir fordern daher, alle Kohlekraftwerke in NRW bis spätestens 2030 abzuschalten und die Expansion der Tagebaue sowie die damit verbundene Zerstörung der Ortschaften umgehend zu stoppen. Der Ausbau erneuerbarer Energien unter Beteiligung der Bürger:innen muss oberste Priorität haben, um unsere Gesundheit zu schützen und die Energiesicherheit der Zukunft zu sichern.

5. (Klima-)Gesunde Mobilität ermöglichen

  • Gesundheits- und klimaschädlichen Verkehr reduzieren
    Der motorisierte Individualverkehr trägt insbesondere in Städten zu einer schlechten Luftqualität und zu erhöhter Lärmbelastung mit negativen gesundheitlichen Folgen bei. In vielen Städten in NRW werden regelmäßig die Grenzwerte für Luftschadstoffe überschritten. Darüber hinaus hat sich die Anzahl der Verkehrsunfälle in NRW seit den 1970er Jahren trotz technologischer Fortschritte bis 2019 verdoppelt. Auch der Flugverkehr in NRW trägt durch den massiven Ausstoß von Treibhausgasen in erheblichem Maße zum Klimawandel sowie durch Luftverschmutzung und Lärmbelastung zu negativen Gesundheitsfolgen bei.
  • Fahrrad und öffentlichen Nahverkehr fördern, Nachtflugverbot einführen
    Eine Förderung von nicht-motorisierter Mobilität senkt nicht nur die CO2-Emissionen, sondern trägt auch zur Prävention diverser Zivilisationskrankheiten bei. Gerade im dicht besiedelten NRW ist ein modernes, dekarbonisiertes und sicheres öffentliches Mobilitätsnetz zentral für den Schutz von Gesundheit und Klima. Die Einführung von Tempolimits, verkehrsberuhigten Zonen, autofreien Quartieren und ein landesweites Nachtflugverbot sind nur einige der politischen Instrumente, die umgesetzt werden sollten. Gleichzeitig ist eine rasche Verbesserung der Infrastruktur für klimafreundliche Mobilitätsformen wie Fahrrad, Bahn und Fußgänger:innen notwendig.

6. (Klima-)Gesunde Ernährung fördern

  • Folgen ungesunder Ernährungsstile verhindern
    Unsere Ernährungsweise und unsere Form der Landwirtschaft verursachen mehr als 25% der weltweiten Treibhausgasemissionen und tragen zur Zerstörung natürlicher Lebensräume und dem zunehmenden Artensterben bei. In Deutschland wurde beispielsweise während der vergangenen 27 Jahre eine 76%-ige Reduktion der Biomasse fliegender Insekten beobachtet. Ein Großteil davon sind bestäubende Insekten, die für die Produktion von Grundnahrungsmitteln und somit für die Versorgung mit lebenswichtigen Vitaminen und Mikronährstoffen unerlässlich sind. Zusammen mit den direkten Klimawandelfolgen wie Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen bedroht das Artensterben unsere Ernährungssicherheit in zunehmendem Maße. Gleichzeitig führt der übermäßige Verzehr an hochverarbeiteten und tierischen Lebensmitteln zu einer Zunahme an ernährungsbedingten Erkrankungen, zu denen unter anderem krankhaftes Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder Krebserkrankungen gehören.
  • Klimafreundliche und gesunde Ernährung fördern
    Ernährung ist der Schlüssel für eine gesunde Lebensweise und eine gesunde Umwelt. Die Förderung einer überwiegend pflanzenbasierten Ernährung würde nicht nur maßgeblich zur globalen Ernährungssicherheit beitragen, sondern auch weltweit ca. 11 Mio. vorzeitige Todesfälle pro Jahr verhindern. Hierfür müssen die notwendigen Rahmenbedingungen auf politischer Ebene geschaffen werden, ohne die Verantwortung auf die einzelnen Verbraucher:innen abzuschieben. Um die heimische Artenvielfalt, die Fruchtbarkeit der Böden sowie die Gesundheit von Mensch und Tier zu schützen, muss sich die Landwirtschaft in NRW an ökologischen Maßstäben orientieren.

7. (Klima-)Gesunde Städte gestalten

  • Erkrankungen und Todesfälle durch Umweltbelastungen verhindern
    Enge Bebauung und versiegelte Flächen bedingen in Städten die Entstehung von Hitzeinseln. Erhöhte Ozonbelastung und hohe Feinstaubkonzentration bedrohen die Gesundheit der dort lebenden Menschen. Der in den Sommermonaten auftretende Hitzestress verstärkt Krankheitssymptome von Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen und führt zu einem deutlichen Anstieg der Sterblichkeit. In der dicht besiedelten Metropolregion Rhein-Ruhr ist das Risiko für die Ausbildung von Hitzeinseln und damit die Gesundheitsgefahr besonders hoch. Vor allem ältere Menschen, sozial benachteiligte Personen und Menschen mit chronischen Erkrankungen sind besonders gefährdet.
  • Lebensqualität durch gesundes Stadtklima erhöhen
    Klima- und gesundheitsfreundliche Stadtentwicklung muss zum Standard werden. Sie ist u.a. gekennzeichnet durch Flächenentsiegelung, Ausbau von Grün- und Wasserflächen, Dach- und Fassadenbegrünung sowie eine deutliche Reduktion des Autoverkehrs. Ein weiterer Schwerpunkt muss die Ausarbeitung und Umsetzung von Hitzeschutzplänen und die Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Patientengruppen sein. Eine sozial gerechte Stadtplanung muss zudem die unterschiedlich hohe Belastung durch Umweltprobleme mindern und einen Zugang zu Erholungsflächen für alle Bewohner:innen schaffen.

8. (Klima-)Gesundes Gesundheitswesen schaffen

  • Treibhausemissionen und Energieverbrauch im Gesundheitswesen senken
    Der Gesundheitssektor ist für circa 5 % der Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich und trägt damit aktiv zur Klimakrise und der damit verbundenen Krankheitslast in Deutschland bei. Bei der Vielzahl an Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen in NRW, ließe sich durch eine Steigerung der Energieeffizienz und dem flächendeckenden Einsatz erneuerbarer Energien bereits ein Teil dieser Emissionen vermeiden. Ein Großteil der Treibhausgase und Umweltbelastungen entsteht zudem bei Produktion, Transport und Entsorgung medizinischer Güter. Darüber hinaus muss festgestellt werden, dass das Gesundheitssystems weder auf Krisensituationen noch auf eine Veränderung des Klimasystems ausreichend vorbereitet ist.
  • Ziel der Klimaneutralität ausrufen und Gesundheitswesen krisensicher machen
    Die Klimaneutralität des Gesundheitswesens bis 2035 muss als politisches Ziel festgelegt und strategisch umgesetzt werden. Hierfür müssen zeitnah Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine emissionsfreie Gesundheitsversorgung aktiv fördern, beispielsweise durch Kopplung von Investitionen an Nachhaltigkeitskriterien. Alle Bereiche, insbesondere die Lieferketten, müssen dabei beachtet werden. Um die Resilienz des Gesundheitssystems auch in Krisenzeiten sicherzustellen, bedarf es einer Transformation des Systems von einer reinen Profitorientierung hin zu einer Optimierung der Versorgungsqualität und einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen insbesondere in den Pflegeberufen.

Autor:innen:
Dr. med. Jana Leberl, Judith Mohren (OG Köln)
Sarah Blau, Alisa Dannenberg, Georg Volk (OG Aachen)

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Positionspapier von H4F Schleswig-Holstein zur Landtagswahl am 08. Mai

Die Klimakrise ist die größte Bedrohung für die menschliche
Gesundheit des 21. Jahrhunderts.
Schon heute bedrohen ihre
Auswirkungen die physische und psychische Gesundheit von
Menschen auf der ganzen Welt – auch in Schleswig-Holstein
Der aktuelle Bericht des Weltklimarates macht noch einmal deutlich: die
kommenden Jahre sind die letzten, in denen wir das in Paris vereinbarte 1,5 Grad-Ziel noch einhalten können
, deshalb ist diese Landtagswahl entscheidend für eine gesunde und klimagerechte Zukunft.

Die Klimakrise ist eine Gesundheitskrise
Menschliche Gesundheit ist untrennbar mit den natürlichen Systemen unseres Planeten verbunden und diese sind durch die Klimakrise massiv bedroht. In Deutschland spielen vor allem das erhöhte Risiko für Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen durch Hitzewellen, Luftverschmutzung und Allergien eine Rolle, aber auch Extremwetterereignisse, Überflutungen und Dürren wirken sich auf die Gesundheit aus Zudem leidet auch die psychische Gesundheit und durch Klima- und Umweltveränderungen und Biodiversitätsverlust überall auf der Welt steigt das Risiko dafür, dass Krankheitserreger von Tieren auf Menschen übertragen werden, die sich potentiell zu Pandemien ausbreiten können.

Klimaschutz ist Gesundheitsschutz
Maßnahmen, die Klima und Umwelt schützen wirken sich positiv auf Gesundheit und Lebensqualität aus – eine Win-Win-Situation. Eine Studie schätzt, dass die sofortige und konsequente Einhaltung des Pariser Klimaabkommens allein in Deutschland ab Mitte des Jahrhunderts 150.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr verhindern könnte.

Diese Landtagswahl ist entscheidend für Gesundheit und Klimagerechtigkeit
Als Menschen in Gesundheitsberufen, als Pflegende, Therapeut:innen, Ärzt:innen Auszubildende und Studierende tragen wir eine besondere Verantwortung für Gesundheit und Wohlergehen – ebenso tragen politische Entscheidungsträger:innen diese Verantwortung.
Gesunde Menschen kann es nur auf einem gesunden Planeten geben. Konsequenter Klimaschutz und die Einhaltung des 1,5 Grad-Zieles sind die Grundvoraussetzungen für die Gesundheit aller Menschen. In Schleswig-Holstein wird am 08. Mai der letzte Landtag gewählt, der dafür sorgen kann, diese Voraussetzungen hier im Land zu schaffen.

Unsere Forderungen:

  1. Die Klimakrise als Notfall behandeln
    Die nächsten Jahre sind entscheidend: Klimagerechtigkeit muss Grundlage aller politischen Entscheidungen sein, damit eine weitere Eskalation dieser existenziellen Krise verhindert wird.
  2. Klimaneutralität bis 2035
    Um einen gerechten Beitrag zum in Paris vereinbarten 1,5 Grad-Ziel zu leisten muss Deutschland – und damit auch Schleswig-Holstein – bis 2035 klimaneutral werden und entsprechendes CO2-Restbudget festschreiben.
  3. Klimagerechtigkeit und Planetary Health in Bildung, Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit
    Klimagerechtigkeit muss Teil der Bildung und Ausbildung in Schulen, Universitäten und Betrieben werden. Dabei sollen auch die Zusammenhänge zwischen den natürlichen Systemen unseres Planeten und der menschlichen Gesundheit (Planetary Health) berücksichtigt werden.
    Außerdem braucht es eine Informationsoffensive in der Gesellschaft, denn die Gesundheitsgefahren der Klimakrise sind immer noch viel zu wenigen Menschen bekannt.
  4. Energie
    Um bis 2035 klimaneutral zu werden, muss bis 2035 ein Anteil von 100% erneuerbaren Energien erreicht werden. Die Verbrennung fossiler Energieträger gefährdet die menschliche Gesundheit durch das Anheizen der Klimakrise sowie durch Luftverschmutzung. Erneuerbare Energien sind Energien für Gesundheit und Frieden und Schleswig-Holstein muss das große Standortpotential nutzen, um die Energiewende auf Landes- und Bundesebene voranzutreiben.
  5. Mobilität
    Mobilität muss in Zukunft gesund und klimagerecht stattfinden, dazu bedarf es vor allem eines massiven Ausbaus von ÖPNV und Fahrradinfrastruktur sowie einer deutlichen Reduktion des motorisierten Individualverkehrs und einer Verlagerung von Güter- und Personenverkehr auf die Schiene.
    Klimagerechte Mobilität bedeutet neben der Reduktion von Treibhausgasemissionen auch weniger Luftverschmutzung und mehr Bewegung und dadurch Krankheitsprävention.
  6. Land- und Forstwirtschaft
    Die Landwirtschaft ist für einen nicht unerheblichen Teil der Emissionen in Schleswig-Holstein verantwortlich und zudem bereits heute von Klimafolgen wie Dürreperioden betroffen. Die sozial-ökologische Transformation von Land- und Forstwirtschaft muss in der kommenden Legislaturperiode entschieden umgesetzt werden, gerade vor dem Hintergrund der Ernährungssicherheit und des Aufbaus von C02-Senken.
  7. Bauen und Wohnen
    Wie wir Bauen, Wohnen und Fläche verbrauchen beeinflusst die natürlichen Systeme um uns herum maßgeblich und damit auch die menschliche Gesundheit.
    Die klimagerechte Transformation von Bauen und Wohnen muss sich an den Leitkonzepten von Suffizienz, Konsistenz und Effizienz orientieren. Neben der dringend notwendigen Wärmewende muss der Wohnflächenverbrauch eingedämmt, Flächenversiegelung auf ein Minimum reduziert und Rahmenbedingungen für klimagerechtes Bauen z.B. durch nachhaltige Baustoffe geschafften werden.
  8. Eine gesunde Zukunft für Schleswig-Holstein gestalten
    Bei allen Maßnahmen und Gesetzen muss Gesundheit als zentraler Baustein mitgedacht werden. Dabei spielt neben der konsequenten Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels als Grundlage für ein gesundes Leben auch die Anpassung an Klimafolgen, die wir bereits heute erleben und die unsere Gesundheit bedrohen und bedrohen werden, eine wichtige Rolle.
    Zum Beispiel heizen sich Städte während der immer häufiger und extremer auftretenden Hitzewellen im Sommer deutlich stärker auf, als der ländliche Raum. Das muss bei der Verkehrs- und Flächenplanung zentral berücksichtigt werden und wir brauchen Hitzeaktionspläne im ganzen Land, damit vor allem ältere und vorerkrankte Menschen besser geschützt werden.

Gesundheit braucht Klimaschutz!

Health for Future Lübeck
Health for Future Kiel

Bei Fragen melden Sie sich gern unter: luebeck@healthforfuture.de

Wissenschaftler:innen drängen: Wir brauchen eine Ernährungswende – jetzt mehr denn je!

Europa erlebt derzeit den größten bewaffneten Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg. Der Einmarsch Putins in die Ukraine hat eine humanitäre Katastrophe ausgelöst und führt bereits jetzt zu einer instabilen Lebensmittelversorgung und steigenden Lebensmittelpreisen auf den Weltmärkten. Wissenschaftler:innen des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), der Universität von Oxford und weiteren Forschungseinrichtungen fordern in einem heute veröffentlichten Positionspapier eine umfassende Umstellung der Nahrungssysteme, um langfristig die Ernährung zu sichern und unseren Planeten zu schützen. Mehr als 190 Wissenschaftler:innen haben das Papier bereits unterzeichnet.

Die Ukraine und Russland sind weltweit führende Exporteure von Weizen, Mais und Ölsaaten. Wenn – wie zu erwarten – die Ernten in der Ukraine dieses Jahr nicht exportiert werden können, könnten Nahrungsmittelknappheit und Preissteigerungen in den importabhängigen Ländern zu Armut und Hunger führen, warnen die Wissenschaftler:innen. Besonders betroffen sind Länder im Nahen Osten und Nordafrika. Prekär ist nicht der Mangel an Nahrungsmitteln, sondern die ungleiche Verteilung. Um langfristig die globale Ernährung zu sichern, schlägt das interdisziplinäre Forscherteam drei Maßnahmen vor.

„Wenn wir den Fleischkonsum in Europa und anderen einkommensstarken Ländern reduzieren, könnte das die Ernährungssicherheit in gefährdeten Teilen der Welt deutlich verbessern,“ erklärt Sabine Gabrysch, Forscherin am PIK und Co-Autorin des Positionspapiers. „Momentan wird ein Drittel der weltweit produzierten Kalorien an Tiere verfüttert und mehr als drei Viertel der landwirtschaftlichen Flächen dienen der Herstellung tierischer Nahrungsmittel.“ Die Autor:innen schlagen außerdem vor, den Anbau von stickstoffbindenden Hülsenfrüchten und nachhaltigere Formen der Landwirtschaft auszuweiten. Beides ist wichtig, um die Abhängigkeit von energieintensiv hergestelltem Stickstoffdünger und dem weltweit größten Exporteur Russland zu reduzieren. Als dritte Maßnahme fordern die Autor:innen, Lebensmittelabfälle einzudämmen. Denn noch immer landet ein Drittel der Nahrungsmittel ungenutzt im Abfall.

Eine Ernährung, die größtenteils auf pflanzlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln basiert und weniger Tierprodukte enthält, hat indes erhebliche Vorteile für die Umwelt und die Gesundheit. Weil Flächen für Viehzucht und den Anbau von Futtermitteln drastisch reduziert würden, könnten natürliche Lebensräume und biologische Vielfalt erhalten werden. Zudem könnten so weltweit jedes Jahr elf Millionen vorzeitige Todesfälle in Zusammenhang mit ungesunder Ernährung verhindert werden. Denn allein in Europa sind jährlich 25% aller vorzeitigen Todesfälle auf eine ungesunde Ernährung zurückzuführen.

Eine gute Gesundheit und eine gesunde Umwelt, die den Lebensunterhalt sichert und ausreichende Mengen an Nahrung und Wasser bereitstellt, sind Voraussetzungen für Frieden und geopolitische Stabilität. „Jetzt konsequent den Wandel zu einer gesunden und nachhaltigen Ernährungsweise voranzubringen ist essentiell, um gegen zukünftige Krisen gewappnet sein und schafft Sicherheit und eine lebenswerte Umwelt für zukünftige Generationen,“ sagt Marco Springmann, Wissenschaftler an der Universität von Oxford und Co-Autor des Papiers. Auch die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) setzt sich für die Ernährungswende ein und weist auf die erheblichen Vorteile für Gesundheit und Klima hin. Der aktuelle Bericht des Weltklimarats zeigt deutlich, dass nur noch ein kurzes Zeitfenster für wirksame Maßnahmen bleibt. Insbesondere in Hinblick auf das Treffen der EU-Agrarminister:innen am kommenden Montag muss also klar sein: Es ist jetzt an der Zeit zu handeln.

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