Alle Beiträge von Maja Finkenstaedt

Klimastreik 24.09. #AlleFürsKlima

Am 24. September gehen wir gemeinsam mit Fridays for Future auf die Straßen. Der Klimastreik ist zentral, um deutlich zu machen, dass eine Mehrheit in der Gesellschaft politisches Handeln fordert, um die Klimakrise und das weltweite Artensterben einzudämmen und das 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens einhalten zu können.

Wir beteiligen uns in ganz Deutschland bei Demos im Rahmen des Klimastreiks. Alle Infos dazu findest Du hier.

Aktionswoche ab dem 10. September: „Wer rettet 150.000 Leben?“

Klimaschutz ist Gesundheitsschutz: Wie eine Lancet-Studie zeigt, ließen sich alleine durch die positiven Nebeneffekte (bessere Luftqualität, aktive Mobilität, gesunde Ernährung) ambitionierterer Klimaschutzmaßnahmen etwa 150.000 vorzeitige Tote im Jahr in Deutschland verhindern. Um diese Chancen zu nutzen, braucht es entsprechende politische Maßnahmen. Deshalb fragen wir in einer Aktionswoche ab dem 10. September die Politik: „Wer rettet 150.000 Leben?“

Der Auftakt der Aktionswoche ist am 10. September in Berlin. Wir werden ein großes „Klimarezept“ von der Charité zum Bundestrag tragen, und damit unsere Forderung an die Politik, durch angemessene Klimaschutzmaßnahmen jedes Jahr 150.000 Menschenleben zu retten. Anschließend finden in vielen Städten Deutschlands Mahnwachen statt.

Komm für den 10. September nach Berlin und unterstütze Deine Ortsgruppe bei den Mahnwachen. In den kommenden Tagen werden wir eine Webseite mit allen Details veröffentlichen. Mit unserer Aktionswoche mobilisieren wir auch für den anschließenden Klimastreik am 24.09.

Podiumsdiskussion am 26. August: Gesundheit durch Klimaschutz – was plant die Politik, um uns vor der Klimakrise zu schützen?

Am 26. August von 10:00-12:00 Uhr diskutieren wir gemeinsam mit Expert*innen aus dem Gesundheitswesen und Bundestagsabgeordneten der Gesundheits-, Klima- und Umweltpolitik über notwendige Maßnahmen für Gesundheitsschutz in der Klimakrise.
Mit dabei sind unter anderem Dr. Eckart von Hirschhausen, (Gründer der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen), Prof. Dr. med. Sebastian Schellong, (Chefarzt, Städtisches Klinikum Dresden und 1. stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin) und die MdBs Heike Baehrens (SPD), Dr. Bettina Hoffmann (Grüne) und Prof. Dr. Andrew Ullmann (FDP). MdBs weiterer Parteien sind angefragt.

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Health for Future veröffentlicht Positionspapier zur Bundestagswahl

Gesundheitsberufe warnen:
Die Klimakrise kostet Zehntausende Menschenleben


Berlin, 08.06.2021. Das Aktionsnetzwerk Health for Future hat anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl ein umfangreiches Positionspapier veröffentlicht. Darin fordern Ärzt*innen, Pflegefachkräfte, Therapeut*innen und Angehörige anderer Gesundheitsberufe die umgehende und stringente Umsetzung weitreichender Klimaschutzmaßnahmen. „Die Klimakrise stellt die größte Bedrohung für die menschliche Gesundheit im 21. Jahrhundert dar“, so Dr. med. Lisa Pörtner, Internistin und Mitautorin des Papiers. „Wenn die Politik nicht rasch handelt, werden wir auch in Deutschland zunehmend die Folgen der Erderhitzung zu spüren bekommen“. Hitzebedingte Erkrankungen und Todesfälle nehmen zu, die Allergiesaison verlängert sich  und auch Infektionserkrankungen sind auf dem Vormarsch. Die Corona- Pandemie wird dabei als ein Beispiel für die Folgen der Zerstörung natürlicher Lebensräume genannt.

Die Health for Future Aktiven fordern in Ihrem Papier eine umfassende Transformation hin zu einer klima- und umweltfreundlichen Wirtschaft- und Lebensweise. Als notwendige Schritte werden unter anderem das Beenden von klimaschädlichen Subventionen, die Erhöhung des CO2-Preises auf ein angemessenes Niveau und Maßnahmen zum Ausgleich sozialer und globaler Ungerechtigkeit genannt. „Klimafreundliches Verhalten muss durch entsprechende Anreize zur Norm werden“, so David Vogel, Pflegefachkraft und Teil des Health for Future Netzwerks. „Dabei weisen wir darauf hin, dass Maßnahmen und Verhaltensweisen für mehr Klima- und Umweltschutz auch gesundheitliche Vorteile mit sich bringen: beispielsweise eine Verbesserung der Luftqualität durch die Abkehr von fossilen Energien, oder die Vorbeugung von Zivilisationserkrankungen durch aktivere Mobilität und den Wechsel zu einer stärker pflanzenbasierten Ernährung“.

Die Autor*innen machen auch auf den hohen ökologischen Fußabdruck des Gesundheitswesens aufmerksam – dieser verursacht 5,2 % der deutschen Treibhausgas-Emissionen. „Hier sind politische Maßnahmen für die Umsetzung eines klimaneutralen Gesundheitssektors dringend geboten.“, so Prof. Dr. Edda Weimann, Kinderärztin und Klinikleiterin. „Gleichzeitig muss das Gesundheitswesen krisensicherer werden. Dazu ist es notwendig, von einer reinen Profitorientierung abzurücken und Patient*innen und Personal in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen.“

Nach Ansicht von Health for Future wird die Bundestagswahl in diesem Herbst zukunftsentscheidend sein. Nicht nur fürs Klima, sondern damit zusammenhängend auch für die Gesundheit heutiger und zukünftiger Generationen. „Dein Klima. Deine Gesundheit. Deine Wahl.“ – so lautet daher der Wahlspruch des Netzwerks.

Health for Future umfasst bundesweit über 60 Ortsgruppen und mehr als 3300 Unterstützer*innen.

Für Rückfragen:

Dr. med. Lisa Pörtner, lisa.poertner@healthforfuture
Felix Bittner, felix.bittner@klimawandel-gesundheit.de
Alexa Schaegner, alexa.schaegner@healthforfuture.de